Unser "Willi"

 

Sportrait Dirk Christiansen

& Familie

Wer kennt sie nicht, die Peiner Kegelfamilien der Julis, Finks, Rösners, Häuslers und den Kroschwitz-Beckmann-Clan? Sie alle haben in ihrer Zeit, und tun dies auch noch heute, die Geschichte des Peiner Kegler Vereins geschrieben. Alle sind schon in jungen Jahren zum Verein gestoßen, so auch in den späten 80-er Jahren ein Kegeltalent, das schnell zu einem sportlichen Leistungsträger und zugleich zu einem „Mann für alle Notfälle“ für den Verein heranwuchs - Dirk „Willi“ Christiansen.

Zum Kegeln war er durch seine Eltern gekommen. Als Freizeitkegler waren diese regelmäßig im Keglerheim an der Pfingststraße anzutreffen, und zum samstäglichen Jugend-kegeln hatte ihn ein „damaliger Kumpel“ mitgenommen. Unter der bewährten Regie Werner Rösners lernte er Kegeln und Sportsgeist, und bei der Peiner Firma Klages lernte er das Möbel- und Tischlereihandwerk. Sport und Beruf wurden in den folgenden Jahren zu einer idealen Verbindung zum Nutzen für den Verein und für seinen Klub Flotte Neun.

Sport

Zunächst arbeitete er sich in der Zweitvertretung des Klubs nach oben. Als das erste Team 1994 die 1. Bundesliga erreicht hatte, wurde er dort gebraucht. Sechs Einsätze im Oberhaus - und er war im Team angekommen. In den folgenden drei Spielzeiten absolvierte er alle Spiele ohne Auswechslung. Nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga 2011 avancierte er zum Leistungsträger in der wichtigen Startachse. Aber auch bei den jährlichen Vereins-, Bezirks-, Landes- und oft auch bei den Deutschen Meisterschaften gelangen ihm beachtliche Platzierungen.

Handwerkskünstler

Hoch geschätzt werden im Verein seine universellen handwerklichen Fähigkeiten. Als Tischler, Installateur, Elektriker, Fliesenleger und Maler ist er ein Fachmann, der zu jeder Tages- und Abendzeit zur Stelle ist, wenn größere oder kleinere Probleme zu lösen sind. Ein handwerkliches Meisterstück lieferte er mit dem Bau einer mobilen Kegel- bahn, die inzwischen bereits an andere Vereine ausgeliehen werden konnte. Auch auf Landesebene sind seine handwerk-lichen Fachkenntnisse gefragt. Für die Beschaffenheit der Arbeitsgeräte der Sportkegler - Kugeln, Kegel und Bahnen - gelten sehr detaillierte Bestimmungen, die regelmäßig und akribisch überprüft werden müssen. Auch als offizieller „Bahnabnehmer“ ist er hierbei in seinem meisterlichen Metier.

Funktionär

2000 löste er das Peiner Urgestein, Heinz Horneffer, als Zweiter Sportwart ab um dann zwei Jähre später Werner Rösner als erstem Vereinssportwart zu folgen. In dieser Funktion ist „viel Schreibkram“ zu erledigen. Diesen nimmt ihm seine Frau Melani, eine gelernte Fachverkäuferin, ab. Aber auch landesweit ist sie aktiv, nicht als Sportlerin sondern als „Kleiderwartin“. Sie verwaltet, pflegt und verteilt die Trainingsanzüge und Trikotagen des Landesverbandes. Und wenn im Verein Plakate und Fahnen für Siegerehrungen benötigt werden, Kuchen zu backen sind und Fahrten für Gäste durchgeführt werden müssen, steht sie für diese „besondere Aufgaben“ immer zur Verfügung.

Nachwuchs

Fast selbstverständlich wurde auch der Nachwuchs mit dem „Kegelvirus“ des Vaters angesteckt. 1991 hatten sich die Eltern während des Freischießens kennengelernt. Kegeln oder Tanzen - eine schwere Entscheidung stand zunächst an. Kegeln gewann und sollte seitdem beider Freizeit bestimmen, auch als sich der Nachwuchs einstellte. Sohn Miguel verbrachte jedes Spiel auf den Kegelbahnen - schlafend im Kinderwagen. Mit 12 Jahren vertraute er sich der Jugendbetreuerin des Vereins, Gabi Beckmann, an. Er wurde zum Stammspieler der 3. Mannschaft der Flotten Neun und schaffte mehrfach den Sprung zu Bezirks- und Landesmeisterschaften. Der angehende Abiturient am Ratsgymnasium will dem Kegeln erhalten bleiben, auch nach der Schulzeit.

Was dem Vater nie gelang, einen Deutschen Meistertitel zu holen, gelang Tochter Viviane 2008. Zusammen mit ihrer Freundin Alena Glumm holte sie in Braunschweig im Jugend-B-Tandem den 14. Meistertitel nach Peine. Dieser Erfolg war der Lohn für regelmäßiges, fleißiges Training. Auch in der folgenden A-Klasse konnte sie sich qualifizieren für Titel-kämpfe im Bezirk, Land und bei der DM.Derzeit absolviert sie eine Ausbildung in der Berufsfachschule in Vöhrum. Aber Kegeln hat sie, jetzt als Juniorin, weiter im fest im Blick. Den Trainer-C-Schein will sie beim Landessportbund ablegen, und mit Jugendlichen aus anderen Bezirken möchte sie Jugend-kegeln „selbst organisieren“, z.B. ein„Moonlightkegeln“, wie es im Hamburg erfolgreich durchgeführt worden ist.

Über den Tellerrand

Der Peiner Kegler Verein meldet dem Landesverband jährlich rund 250 Mitglieder. Aber am Leben erhalten ihn ein Dutzend Aktivisten, und zu ihnen gehört „unser Willi“ nebst Anhang.

Des Lobes voll sind der Landessportwart Dieter Sebastian und Jürgen Ketelhake, der Chef der niedersächsischen Sportkegler, über den Peiner: „Dirk ist ein überaus sympathischer Zeitgenosse. Er ist zuverlässig und kann anpacken. Er ist ein ambitionierter, fairer Sportsmann und umsichtig als Funktionär.

 

letzte Aktualisierung: 25.09.2018